In Beziehung mit einem Narzissten

Von dem Feuerwerk narzisstischer Verführung und Idealisierung zu Beginn über die schleichende Entwertung bis zu einem Teufelskreis seelischer Gewalt, der Selbstwert und Gesundheit schädigt, so sieht die Beziehung mit einem Narzissten aus.

In solchen Beziehungen geht es um Macht. Mit Liebe hat das nichts zu tun. Der Narzisst kann nicht lieben. Der Partner des Narzissten muss sich selbst aufgeben, um "geliebt" zu werden. 

Der Narzisst fühlt sich nur sicher, wenn er Kontrolle über den Partner hat, der sich unterordnen soll. Das gibt dem Narzissten Sicherheit. Der andere wird zur Erweiterung des Ichs des Narzissten und so definiert, wie er gebraucht wird. Eine Erfahrung, die ein narzisstisch strukturierter Mensch einst selbst in der frühen Kindheit machen musste, in der er entweder als Selbstobjekt eines oder beider Elternteile oder durch Verwöhnung, Überbehütung und Vereinnahmung in seiner eigenen Persönlichkeit nicht erkannt wurde und seelisch einsam war. 

Somit wird der Partner nicht als Mensch mit eigener Individualität angesehen, sondern als funktionales und dienliches Selbstobjekt zur Stabilisierung des Selbstwerts des Narzissten.

In der Regel sind es Frauen die den coabhängigen Part in der Beziehung mit einem Narzissten einnehmen und sich daraus nur schwer befreien können. Auch hier sind frühkindliche Fehlentwicklungen ursächlich. Es fehlt an Urvertrauen.

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